Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik

 

 

Innovationen sind unsere Stärke

 

Ob Konzerte, Festivals, Produktinszenierungen oder Wahlkampf-Events – ohne Veranstaltungstechnik geht nichts. Besucher und Unternehmen wissen, wie wichtig unsere innovative Arbeit für sie ist. Und langsam versteht auch die Politik, welche wirtschaftliche und gesellschaftliche Kraft in unserer Branche steckt. Der nächste Schritt: Die formale Einordnung unserer Branche in der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Lange Zeit wurden alle, die irgendwie kreativ arbeiten, von der Politik liebevoll betrachtet, aber häufig nicht ernst genommen. Deutschland war und ist vor allem ein Land der Maschinenbauer und Autohersteller. Kein Wunder: Abertausende Arbeitsplätze hängen allein in Niedersachsen direkt und indirekt an Volkswagen – in Stuttgart und München ist es ähnlich in Bezug durch Daimler Benz und BMW.

Dass es nicht ewig so weiter geht, spüren derzeit alle großen Unternehmen in dem Bereich. Allein die Digitalisierung wirbelt extrem viel auf. Niemand weiß, mit welchem Geschäftsfeld die Stars von heute in zehn Jahren welchen Umsatz machen werden, nur eines ist klar: Es wird weiterhin das Bedürfnis nach Events geben.

Die Veranstaltungstechnikbranche zählt zu den Wirtschaftsbereichen, die niemals komplett automatisiert werden kann. Der Mensch steht – wie es das Leitbild des VPLTs ist – im Mittelpunkt: auf der Besucherseite, aber auch auf der Produktionsseite. In der Sprache des Bundeswirtschaftsministeriums beschäftigen wir uns mit der „Schaffung, Produktion, Verteilung und/ oder medialen Verbreitung von kulturellen oder kreativen Gütern und Dienstleistungen“. Das klingt zwar ein bisschen hölzern, trifft aber genau den Punkt: Ob es Künstler und Musiker sind, denen wir mit unserer Arbeit zu unvergleichlichen Bühnenshows verhelfen, oder Industrieunternehmen, die dank hoch technologisierten Inszenierungen, ihre doch Produkte in Lifestyle-Gimmicks verwandeln – am Ende braucht es unsere Fachkräfte.

Welche Kraft dadurch entsteht, lässt sich aktuell an vielen Stellen erleben. Zum Beispiel bei der Präsentation des neuen Audi A8 in Barcelona aus diesem Sommer, bei der die Akteure aus unserer Branche einen klaren Benchmark geschaffen haben. Wer diese Produktinszenierung live erlebt oder das Video angeschaut hat, wird dem Bundeswirtschaftsministerium beipflichten, wenn es heißt, dass wir „künstlerische Qualität schaffen, kulturelle Vielfalt, kreative Erneuerung und zugleich für die wirtschaftliche Dynamik einer auf Wissen und Innovation basierenden ökonomie stehen".

Dies ist die Grundlage, warum wir derzeit im VPLT an einer Strategie arbeiten, damit Events in naher Zukunft auch formal als Teilbranche der Kultur- und Kreativwirtschaft definiert werden. Wie bereits mehrfach erwähnt, wäre diese politische Akzeptanz ein wichtiger Schritt bei der Professionalisierung der Branche – und es würde uns die Möglichkeit geben, innerhalb bestimmter Förderprogramme einfacher mit Universitäten, anderen Verbänden und Unternehmen zusammen zu arbeiten – für alle Beteiligten ein riesiger Gewinn.

Angesichts des beginnenden Bundestagswahlkampfes werden die Parteien ihre Vorstellungen von zukunftsorientierten Wirtschaften und Arbeiten in unserem Land formulieren. Sie werden auf Bühnen stehen und dabei Mikrofone benutzen, die wir ihnen hin- und einstellen. Sie werden Präsentationstechnik verwenden, die von unseren Fachkräften sicher und verlässlich aufgebaut wurden.

Jedem Akteur unserer Branche – ob Mitglied oder nicht – rate ich: Sprecht die Politiker an. Sagt und zeigt ihnen, wie wichtig unsere Arbeit für die Gesellschaft ist. Nur so gewinnen wir das Verständnis der Gesetzgeber, und nur so werden wir Partnerinnen und Partner finden.

Die aktuellen Herausforderungen unserer Branche sind komplex und nicht durch Petitionen oder wutbürgerliche Aufschreie zu lösen. Deshalb steht am Anfang jedes Austauschs die Begeisterung für die Technik und die Leistung, die wir alle jeden Tag bringen, danach kommt wie gesagt das Verständnis und dann der Einsatz. Zeigen wir den Politikern in diesem Land, was unsere Auftraggeber und die Besucher unserer Events schon lange wissen: Ohne uns wäre es ziemlich langweilig!

 

 

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